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Augenbeteiligung bei M. Basedow

Die moderne Augenheilkunde hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Wenn es um die Umsetzungen technologischer Neuerungen geht, so steht unsere Spezialität ganz oben. Gerade deshalb ist es wichtig, unsere Patienten umfassend über die Möglichkeiten der modernen Orbita-Chirurgie zu informieren. Eine Beteiligung der Augen bei Morbus Basedow, die endokrine Orbitopathie, tritt häufig auf. Dabei verdicken sich die Augenmuskeln so stark, dass sie nicht mehr genügend Platz in der Augenhöhle finden und den Augapfel nach vorne drücken. Diesen Zustand nennt man “Exophthalmus”. Neben den medizinischen Problematik ist es auch das veränderte Selbstbild, das die Patienten stark belasten kann.
Augenbeteiligung bei Morbus Basedow: starker Exophthalmus

Die endokrine Orbitopathie

Die endokrine Orbitopathie (Graves’ disease) tritt in der Regel auf beiden Augen zur gleichen Zeit auf, muss aber nicht zeitlich genau mit der Schilddrüsen-Erkrankung (Schilddrüsen-Überfunktion, Hyperthyreose) übereinstimmen. Manchmal tritt die endokrine Orbitopathie zur gleichen Zeit auf, manchmal ist sie das erste Zeichen eines Morbus Basedow, und manchmal erscheint sie erst geraume Zeit nach den Schilddrüsen-Symptomen. In ca. 10% der Fälle tritt die endokrine Orbitopathie sogar ohne Krankheitszeichen der Schilddrüse auf.

Beschwerden

Die Beschwerden bei der endokrinen Orbitopathie können extrem unterschiedlich ausgeprägt sein. Häufig kommt es zu einem trockenen Auge (Tränen, Brennen, Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen, Fremdkörpergefühl, Druckgefühl hinter dem Auge).

Daneben können aber auch generelle Entzündungszeichen auftreten (geschwollene Augenlider, geschwollene Bindehaut, Rötung der Augen). Der Exophthalmus, also das Hervortreten der Augen aus der Augenhöhle, entsteht aufgrund der verdickten Augenmuskeln. Er ist zusammen mit einem Hochstand der Oberlider und einem seltenen Lidschlag eines der häufigen Zeichen einer endokrinen Orbitopathie. Damit verbunden können auch Doppelbilder in bestimmten Blickrichtungen auftreten.

Die endokrine Orbitopathie erstreckt sich häufig über Monate bis Jahre und kennt eine aktive Phase sowie eine ruhige, „ausgebrannte“ Phase.

Eine Augenoperation, die die natürliche Stellung der Augen in der Augenhöhle wiederherstellen soll, nennt man Orbita-Dekompression. Diese kann erst dann durchgeführt werden, wenn die endokrine Orbitopathie zur Ruhe gekommen ist. Wir werden eine solche Operation erst nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden EndokrinologenIn vornehmen.

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