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Besser Sehen nach CXL – Laser

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, um die Sehkraft bei Keratokonus nach Cross-Linking zu verbessern. Diese beinhalten: Spezial-Kontaktlinsen wie zum Beispiel Sklerallinsen, Intrastromale Ringe und die wellenfrontgeführte PRK.

Wichtig ist: Keine dieser Technologien verlangsamt oder stoppt das Fortschreiten des Keratokonus. Dies kann nur ein Cross-Linking bewirken. Sklerallinsen, intrastromale Ringe und der Excimer-Laser sind vielmehr Mittel, um besser zu sehen.

Die Keratokonus-Laserung

Das Ziel ist es, den Keratokonus so zu lasern, dass sie  mit einem Brillenglas eine bessere Sehqualität und Sehschärfe erreichen. Diese beiden Begriffe sind nicht identisch: die Sehschärfe beschreibt allein, ob ein Buchstabe oder eine Zahl einer bestimmten Größe noch erkannt werden kann. Die Sehschärfe sagt aber nichts über die Qualität des Bildes aus.

Verbesserung der Bildqualität

Untenstehend sehen Sie links ein Bild mit guter Bildqualität. Der Pfeil zeigt auf die 80 % Sehschärfe-Linie. Rechts sehen Sie ein Bild mit schlechter Sehqualität. Auch hier zeigt der Pfeil auf die 80 % Sehschärfe-Linie. Sie können jetzt vermutlich beide Linien lesen. Ihre Sehschärfe würde in beiden Fällen bei 80 % liegen. Sie sehen jedoch selber, dass die Bildqualität völlig unterschiedlich ist.

Und dies ist das typische beim Keratokonus: auch wenn eine bestimmte Sehschärfe erreicht werden kann, ist die Qualität zum Teil extrem schlecht. Hier kann der Laser helfen.

Gleiche Sehschärfe, unterschiedliche Bildqualität.

Was kann ich erwarten?

In den meisten Fällen tritt eine Besserung der Sehschärfe und der Bildqualität ein. Es ist schwer, diese im individuellen Fall vorauszusagen, da es sich bei dieser Art von Laserung nicht um eine “einfache” Laserung bei normaler Fehlsichtigkeit handelt, sondern um einen komplexen wiederherstellenden Eingriff.

Komplikationen sind jedoch selten und beinhalten zum Beispiel Infektionen nach dem Eingriff. Im ungünstigsten Fall würden sie nach einem halben Jahr sagen, dass der Eingriff viel Zeit, Mühe und Energie gekostet hat, das Resultat jedoch nicht Ihren Erwartungen entspricht.

Voraussetzung: stabile Hornhaut

In einem ersten Schritt erfolgt zur Vorbereitung ein Cross-Linking. Nach der Abheilung ist die Sehkraft im Vergleich zum Zustand vor dem Cross-Linking unverändert. Sechs Monate nach dieser Operation können wir dann beurteilen, ob die Hornhaut bereits gelasert werden kann, oder ob noch zugewartet werden sollte.

Laser und CXL – gleichzeitig oder hintereinander ?

Wir führen die Laserung erst nach erfolgtem Cross-Linking durch. Der Grund hierfür ist, dass selbst das sehr sichere und erfolgreiche Cross-Linking nicht immer und hundertprozentig wirkt: in 3 bis 7 % der Fälle schreitet der Keratokonus auch nach einem maximalen Cross-Linking voran. In anderen Fällen, welche ebenfalls sehr selten sind (0.5%) kann die Hornhaut nach dem Cross-Linking stark abflachen. Auch hier ist man dann froh, wenn  nicht gleichzeitig gelasert wurde.

Vielmehr sollte mit dem lasern zugewartet werden, bis die Hornhaut stabil sind.

Präzise Laserung

Um eine Hornhaut nach einem Cross-Linking präzise lasern zu können, fehlte noch vor wenigen Jahren die Grundvoraussetzung: man wusste nicht genau, wieviel Hornhautgewebe nach einem CXL durch einen Excimer-Laserimpuls entfernt wird. Ist es genauso viel Gewebe wie in einer Hornhaut ohne Cross-Linking? Oder 20% weniger? Oder 40% mehr?

Nicht zu wissen, wie hoch die Abtragungsrate ist, bedeutet ein ungenaues Ergebnis.

 

Unsere Forschung

In einer großen Studie hat unsere Gruppe die Abtragungsrate in Hornhäuten nach CXL bestimmt. Die Arbeit wurde 2014 im amerikanischen Journal of Refractive Surgery veröffentlicht. Seither wissen wir: in einer Hornhaut mit CXL wird 12% weniger Gewebe pro Excimer-Laserpuls abgetragen als in einer Hornhaut ohne CXL. Dieses Wissen ermöglicht es uns, die Genauigkeit der Behandlung deutlich zu erhöhen.

Unsere Resultate

Neben dem Anstieg der Sehschärfe ist es vor allem der Anstieg der Bildqualität, welcher Gewinn für unsere Patienten darstellt. Anders als bei der Sehschärfe gibt es in der Augenheilkunde noch keine einfache Messgrösse für den Begriff “Bildqualität”.

Daher ist der Anstieg der Sehschärfe nur eines der Elemente, die sich verbessern. Wichtig ist auch, dass ein Anstieg über 50% Sehschärfe bedeuten kann, dass sich das dreidimensionale Sehen (Tiefenwahrnehmung) verbessert.

41jähriger Mann, 4 Monate nach Laserung
Anstieg der Sehkraft mit Brille von 30% auf 60%.

35ähriger Mann, 1 Jahr nach Laserung
Anstieg der Sehkraft mit Brille von 20% auf 60%.

41ähriger Mann, 3 Monate nach Laserung
Anstieg der Sehkraft mit Brille von 60% auf 80%.

33ährige Frau, 2 Jahre nach Laserung
Anstieg der Sehkraft mit Brille von 50% auf 80%.

51ährige Frau, 2 Jahre nach Laserung
Anstieg der Sehkraft mit Brille von 50% auf 125%.

40ährige Frau, 1 Jahr nach Laserung
Anstieg der Sehkraft mit Brille von 40% auf 50%.

28ähriger Mann, 3 Monate nach Laserung
Anstieg der Sehkraft mit Brille von 40% auf 60%.

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