ELZA in China: Zwei Kongresse, eine wichtige Veröffentlichung

Zehn Tage in China brachten zwei unterschiedliche wissenschaftliche Begegnungen und nach der Rückkehr nach Zürich die Veröffentlichung einer Arbeit, deren Erstellung zwei Jahre gedauert hatte.

Chengdu: 5. Internationales AIER-Symposium für refraktive Chirurgie

Die Reise begann in Chengdu, wo der ärztliche Leiter des ELZA-Instituts Prof. Dr. Dr. Farhad Hafezi, MD, PhD, FARVO und ELZA Institute CEO Nikki Hafezi, MAS IP ETHZ an den 5. Internationalen Refraktiven Chirurgie-Symposium (IRSS) teilgenommen, das vom 23. bis 24. Mai von der Aier Eye Hospital Group organisiert wurde. Das Symposium konzentrierte sich auf bahnbrechende Fortschritte in der refraktiven Chirurgie und der Presbyopie-Chirurgie, wobei der Schwerpunkt auf multidisziplinären Ansätzen und dem Management von Komplikationen bei schwierigen Fällen lag. Zu den weiteren internationalen Dozenten gehörten Arthur Cummings, Michael Mrochen, Damien Gatinel und Cynthia Roberts. Was auffiel, war nicht nur der Umfang, sondern auch die Präzision, mit der präoperative Messungen und die Patientenversorgung bei hohem chirurgischem Durchsatz aufrechterhalten wurden – eine Kombination, die Prof. Hafezi als wirklich beeindruckend beschrieb.

Tianjin: Vision China 2026

Von Chengdu aus ging die Reise weiter nach Tianjin, wo sich bei der Vision China 2026 rund 10.000 Teilnehmer und über 60 internationale Gastredner im Tianjin Meijiang Convention and Exhibition Center trafen. Der Kongress ist eine der grössten augenheilkundlichen Tagungen der Welt und hatte für ELZA eine besondere Bedeutung: Das 8. International Keratokonus and Corneal Cross-Linking Experts' Summer Meeting – ein direkter Ableger des KCXL Experten-Treffens, der 2015 in China von Prof. Shihao Chen initiiert wurde, war in das Kongressprogramm integriert. Prof. Hafezi leitete die Eröffnungssitzung und hielt zwei mündliche Vorträge. Nikki Hafezi präsentierte die Arbeit der Global Keratoconus Mapping and Prevalence Study, bekannt als K-MAP, der über Prävalenzdaten von Keratokonus bei Kindern und Jugendlichen berichtete. Sie nahm auch an einer Podiumsdiskussion über grenzüberschreitende Integration in der globalen Augengesundheit teil. Am 30. Mai erschien in der Fachzeitschrift Eye and Vision Prof. Hafezi mit dem Annual Distinguished Contribution Award in einer Zeremonie während des Kongresses aus.

Der zweite globale Konsens zu Keratokonus

Kurz nach der Rückkehr aus China erschien eine wichtige Publikation. Der Zweite Globale Konsens zu Keratokonus und ektatischen Erkrankungen wurde Open Access in der Zeitschrift Corneaveröffentlicht. Prof. Hafezi organisierte den Prozess gemeinsam mit José Álvaro Gomes und Renato Ambrósio – ein zweijähriges Unterfangen, das 129 Keratokonus von der Behandlung ausgeschlossen aus aller Welt für eine ausführliche internationale Diskussion zusammenbrachte. Das Ergebnis ist ein Dokument, das eine gemeinsame, aktualisierte Grundlage für die Definition, Klassifizierung, Diagnose und Behandlung des Keratokonus im Jahr 2026 festlegt. Die vollständige Publikationsliste von Prof. Hafezi ist über die ELZA Forschungsseite abrufbarUnter den Konsensergebnissen hat Prof. Hafezi besonders auf Folgendes hingewiesen: 69% der teilnehmenden Experten waren sich einig, dass der subklinische Keratokonus – das Stadium, bevor die Erkrankung klinisch erkennbar wird – biomechanisch fortschreitend ist, selbst wenn die Sehschärfe normal bleibt. Die klinische Bedeutung ist erheblich: Dies verändert die Einschätzung, wann eine Vorsorgeuntersuchung durchgeführt und wann eine Intervention in Betracht gezogen werden sollte, und verschiebt den Schwellenwert auf einen früheren Zeitpunkt, als es viele aktuelle Protokolle nahelegen würden. Cornea.