ELZA’s Rolle beim Syndrom des „Trockenen Auges“


Mitglieder von ELZA beschäftigen sich bereits seit mehr als 10 Jahren mit dem Syndrom des Trockenen Auges. Nachfolgend finden Sie eine Liste der wissenschaftlichen Publikationen und Beiträge, welche von ELZA-Mitgliedern als Autoren oder Co-Autoren verfasst wurden.


Posts von ELZA-Mitgliedern über das Trockene Auge


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Der gesunde Tränenfilm


Der Tränenfilm des menschlichen Auges ist ungemein wichtig für den Sehvorgang. Er schmiert die Augenoberfläche und hält sie glatt. Der Tränenfilm besteht zu einem Teil aus Wasser, welches von der Tränendrüse (unterhalb der Augenbraue) produziert wird. Die Tränen fliessen der Unterlidkante entlang in die Tränenpünktchen und dann ab in die Nase.

Wäre Wasser der einzige Bestandteil des Tränenfilms, so würde der Film, sobald das Auge geöffnet wird, sofort verdunsten und die Augenoberfläche wäre ungeschützt. Aus diesem Grund liegt über dem wässrigen Anteil des Tränenfilms noch eine hauchdünne Fettschicht, welche von den Meibomdrüsen der Lider (gelb) produziert wird.  Erst diese Fettschicht ermöglicht es, die Augen für längere Zeit offen zu halten, ohne dass der Tränenfilm aufreisst.




Wer ist betroffen



Das sogenannte Syndrom des Trockenen Auges ist weltweit einer der Hauptgründe dafür, dass Patienten den Augenarzt aufsuchen. Vermehrte Bildschirmarbeit und klimatisierte Arbeitsplätze haben dieses Problem in den letzten Jahrzehnten nochmals deutlich verschärft.

In der Schweiz sind ca. 600’000 Personen vom so genannten „dry eye syndrome“, dem Trockenen Auge, betroffen, wobei dies offizielle Zahlen sind und die Dunkelziffer weit höher liegen dürfte.


Betroffen sind grundsätzlich Personen jeden Alters, wobei sich eine Häufung bei  folgenden Bevölkerungsgruppen zeigt:

  • Kontaktlinsenträger (vor allem bei Trägern von weichen Kontaktlinsen)
  • Berufstätige, welche viel an Computern arbeiten und/oder sich häufig in  klimatisierten Räumen aufhalten
  • Ältere Menschen (>65 Jahre)
  • Nachtarbeiter / Schichtarbeiter, da die Tränenproduktion eng mit dem zirkadianen Rhythmus gekoppelt ist.




Ursachen und Beschwerden


 Trockene Augen können vielfältige Ursachen haben. Diese reichen von der “einfachen” Lidrandentzündung bis hin zu Autoimmunerkrankungen und Störungen des Hormonhaushaltes. Obschon in den meisten Fällen nicht gefährlich, ist die Lebensqualität der Betroffenen zum Teil stark eingeschränkt. Die chronische Lidrandentzündung ist nur eine von vielen möglichen Ursachen des Trockenen Auges, dafür in unseren Breitengraden eine der häufigsten.



Unbehandelte Lidrandentzündung: verschiedene Stadien der Erkrankung

 Die Symptome bei Trockenem Auge sind vielfältig und reichen von geringen bis zu massiven Beschwerden: Augenbrennen und -beissen, Verschwommensehen, Doppeltsehen, Kopfschmerzen. Typischerweise treten diese Beschwerden nach längerer Bildschirmarbeit, Fernsehen oder Lesen gehäuft auf.


Fernsehinterview 2008 zu den Ursachen des Trockenen Auges


Moderne Diagnostik


Tränenfilm-Aufrisszeit

Trockene Augen können vielfältige Ursachen haben. Diese reichen von der “einfachen” Lidrandentzündung bis hin zu Autoimmunerkrankungen und Störungen des Hormonhaushaltes. Obschon in den meisten Fällen nicht gefährlich, ist die Lebensqualität der Betroffenen zum Teil stark eingeschränkt. Die chronische Lidrandentzündung ist nur eine von vielen möglichen Ursachen des Trockenen Auges, dafür in unseren Breitengraden eine der häufigsten.


Normaler Tränenfilm
Reisst auch nach 10 Sekunden nisht auf


Krankhafter Tränenfilm
Reisst bereits nach wenigen Sekunden auf (schwarze Stellen)



Tränenmeniskus



Die Höhe des Tränenmeniskus gibt Aufschluss über die Menge an Tränenfilm, welche über das Unterlid in die Tränenpünktchen drainiert wird. Eine hochauflösende Kamera erlaubt es, die Höhe des Meniskus zu bestimmen.


Abbildungsqualität



Die Qualität, mit welcher die sogenannten Placido-Ringe auf der Hornhaut gespiegelt werden, gibt Auskunft über die Qualität des Tränenfilms.


Meibomdrüsen



Eine Analyse der Meibomdrüsen des Lidrandes erlaubt es, die qualitiative Zusammensetzung des Tränenfilms zu bestimmen.


Osmolarität des Tränenfilms



Die sogenannte Osmolarität des Tränenfilms ist ein direkter Indikator für den Schweregrad des Trockenen Auges. Sie kann seit kurzen mit einer neuartigen Technologie gemessen werden.


Dry Eye Report



Die Zusammenfassung aller oben erwähnten Methoden erlaubt es uns, die Ursache des Trockenen Auges genauer einzugrenzen. Dies ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.



Behandlung des Trockenen Auges


Die Therapie des Trockenen Auges ist so vielfältig wie die Ursachen. Sie kann von der Behandlung der Lidrandentzündung bis hin zur Implantation von sogenannten Punctum Plugs reichen, und wird individuell auf die Patienten abgestimmt.


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