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Hornhaut und Schilddrüse

Unterfunktion der Schilddrüse

Eine Unterfunktion der Schilddrüse, auch Hypothyreose genannt, kann eine Reihe von verschiedenen Ursachen haben: sie kann angeboren sein, im Laufe des Lebens spontan entstehen, aber auch Ausdruck verschiedener Erkrankungen sein (Autoimmun-Thyreoiditis) oder durch eine Operation/Bestrahlung der Schilddrüse entstehen.

Eine Unterfunktion der Schilddrüse hat direkte Auswirkungen auf die Biomechanik der Hornhaut. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht bekannt. Unter bestimmten Umständen kann eine Unterfunktion der Schilddrüse den Keratokonus beeinflussen, und eventuell auch ein Risiko für die Durchführung der refraktiven Laserchirurgie darstellen.

Zudem besteht bei vielen Frauen während der Schwangerschaft eine Unterfunktion der Schilddrüse.

Der Zusammenhang

Dass ein gewisser Zusammenhang zwischen einer Unterfunktion der Schilddrüse und dem Keratokonus bestehen muss, wird seit Jahrzehnten vermutet:

  • 1936 berichtete Appelbaum, dass Patienten mit Keratokonus ungewöhnlich häufig Zeichen einer Schilddrüsenunterfunktion aufweisen.
  • 1953 zeigte King, dass nach Entfernung der Schilddrüse häufig ein Keratokonus auftritt.
  • 1999 beschrieb Kocak, dass Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse zu einem beidseitigen Keratokonus führen.

Hypothyreose und Hornhaut-Topographie

Eine Publikation aus dem Jahre 2014 von Prof. Hafezi, welche im amerikanischen Journal of Refractive Surgery publiziert wurde, zeigte dann klar den Zusammenhang zwischen einer Unterfunktion der Schilddrüse und Veränderungen in der Topographie der Hornhaut. Solche Veränderungen gehen dann auch mit erheblichen Sehschwankungen einher.

Hormone und Hornhaut

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