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Ektropium

Ursachen

Ein Ektropium um ist ein nach außen gekehrtes Unterlid: die Innenseite der Unterlider ist ständig der Luft ausgesetzt und trocknet aus.

Am häufigsten tritt das Ektropium als Alterserscheinung auf, wenn das Gewebe der Lider vorwiegend in der Horizontalen erschlafft. In seltenen Fällen kann es auch durch Hauterkrankungen, Infektionen oder eine Vernarbung der Haut des Unterlides entstehen. 
In Folge ist das Auge permanent gereizt, weil die Lider nicht mehr richtig schliessen und die Oberfläche des Auges dadurch austrocknet. Häufig kommt es auch zu einem tränenden Auge. Dies entsteht dadurch, dass die Tränen infolge der Fehlstellung des Unterlides nicht korrekt abfliessen können.

Bei einem lange bestehenden Ektropium werden Infektionen der Hornhaut begünstigt, die zu schwerwiegenden Veränderungen führen können, im Extremfall zu einem Hornhautgeschwür.

Die Operation

Ein Ektropium kann, sehr ähnlich zur Operation des Entropiums, durch horizontales und vertikales Spannen des Unterlides korrigiert werden. Die Operation dauert ungefähr 45 Minuten, wird meist in lokaler Betäubung durchgeführt und die Erfolgsquote liegt bei 70- 80%.

Sonderfall: wenn das Ektropium durch eine Verkürzung des Unterlides (Narbengewebe, Hautkrankheit) entstanden ist, kann eine Transplantation von Haut notwendig werden. Hierfür können wir Haut vom Oberlid der gleichen Seite oder der Gegenseite, oder Haut hinter dem Ohr für die Transplantation verwenden.

Vorher – Nachher

Risiken und Komplikationen

Infektionen des Wundgebietes können zwar vorkommen, sind nach dieser Art von Lidoperation aber äusserst selten und werden antibiotisch behandelt. Das am häufigsten vorkommende Problem nach der Ektropium-Operation ist, dass zwar eine Verbesserung erzielt, jedoch in 10% der Fälle keine Normalisierung der Lidstellung erreicht werden kann.

Ein perfektes Resultat ist also nicht immer möglich; vor allem dann nicht, wenn das Ektropium schon seit längerer Zeit besteht.

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