ELZA wird in den schweizerischen Medien vorgestellt: Berichterstattung über Akanthamöbenkeratitis und Kontaktlinsenhygiene
Heute veröffentlichten die TA-Medien einen ausführlichen Bericht über die Risiken des Kontaktlinsentragens sowie die klinische Herausforderung der Akanthamöben Keratitis in führenden Schweizer Zeitungen, darunter der Tages-Anzeiger, Der Bund, Basler Zeitung und die Berner Zeitung. Geschrieben von Gesundheitsjournalist Stefan Aerni, macht der Artikel landesweit auf eine seltene, aber potenziell erblindende Hornhautinfektion aufmerksam und beleuchtet einen in Zürich entwickelten innovativen Therapieansatz.
Ein unterschätztes Risiko für die öffentliche Gesundheit
TA Media stellt den Fall in einen grösseren epidemiologischen Zusammenhang. Fast zwei Millionen Menschen in der Schweiz tragen Kontaktlinsen, und ihre Zahl steigt weiter an. Während die meisten Fälle von mikrobieller Keratitis bakteriell sind, sind parasitäre Infektionen wie die Acanthamoeba-Keratitis zwar selten, aber besonders schwer und schwierig zu behandeln. Dem Artikel zufolge treten in der Schweiz jährlich etwa 500 schwere Hornhautinfektionen auf, wobei Parasiten für einen kleinen, aber klinisch bedeutsamen Anteil verantwortlich sind. Das Risiko ist stark mit mangelnder Kontaktlinsenhygiene verbunden. Gubler selbst räumt in dem Bericht ein, dass er seine Linsen manchmal zu lange in derselben Lösung aufbewahrt und sich selbst als “wahrscheinlich etwas nachlässig” bezeichnet.”
Überweisung nach Zürich und ein innovativer Ansatz
Nachdem herkömmliche topische Therapien an einer Universitätsaugenklinik die Infektion nicht unter Kontrolle brachten, wurde der Patient an Prof. Dr. Dr. Farhad Hafezi, MD, PhD, FARVO, Professor an mehreren Universitäten und Medizinischer Direktor des ELZA-Instituts in Zürich, überwiesen. Der Artikel verweist auf Prof. Hafezis langjährige Beteiligung an der Entwicklung des sogenannten Cross-Linking, eines heute etablierten Verfahrens zur Stabilisierung ektatischer Hornhauterkrankungen.
In diesem Fall ging die therapeutische Strategie jedoch über Standardprotokolle hinaus. Wie TA Media berichtet, kombinierte Prof. Hafezi das Riboflavin-UV-A-Cross-Linking mit einer vor wenigen Jahren in den USA entwickelten Variante, dem Bengalrosa-Grünlicht-Cross-Linking.
Zur Begründung wird er im Artikel wie folgt zitiert:
„Die Kombination dieser Substanzen führt unter Bestrahlung zu oxidativem Stress auf der Hornhaut, sodass die Parasiten abgetötet werden.“
Dieser Ansatz sollte, wie im Artikel erläutert, nicht nur die Erreger eliminieren, sondern auch sicherstellen, dass das Auge für eine mögliche spätere Hornhauttransplantation frei von Infektion ist.
Schwere Krankheit, allmähliche Erholung
Der Artikel unterstreicht die Schwere des Krankheitsverlaufs. Zeitweise litt Gubler unter anhaltenden Schmerzen, zunehmender Hornhauttrübung und deutlichem Sehverlust. Er beschrieb die Beschwerden eindrücklich:
„Es fühlte sich an, als hätte mir jemand Pfefferspray ins Auge gesprüht.“
Als ein erster Behandlungsversuch keinen Erfolg zeigte, verlor der Patient zeitweise fast die Hoffnung. Laut Fachliteratur müsse in rund fünf Prozent der Fälle einer Akanthamöben‑Keratitis das Auge aufgrund unerträglicher Schmerzen entfernt werden, ein Aspekt, den der Artikel ebenfalls erwähnt.
Nach wiederholten Behandlungen konnte die Infektion jedoch unter Kontrolle gebracht werden. Die erfolgreiche Behandlung wurde später in der Fachzeitschrift Eye and Vision vorgestellt,wie im Zeitungsartikel berichtet wird.
Hornhauttransplantation und Ergebnis
Trotz der Eradikation der Infektion waren die parasitären Schäden an der Hornhaut bereits ausgeprägt. Die Sehschärfe des betroffenen Auges war auf etwa zehn Prozent gesunken, sodass eine Hornhauttransplantation unumgänglich wurde. In dem Artikel wird erläutert, dass Keratoplastiken in der Schweiz inzwischen Routine sind und die Hornhaut das am häufigsten transplantierte Organ darstellt.
Nach einem komplikationslosen Transplantationseingriff und entsprechender Nachsorge zeigte sich ein günstiges Ergebnis. Bei der letzten Nachkontrolle betrug die Sehschärfe im betroffenen Auge wieder rund 60 Prozent, und das Auge war klinisch gesund. Gubler fasste dies gegenüber der Zeitung mit den Worten zusammen:
“Ich hatte Glück im Unglück.”
Hygiene als Prävention
Der TA-Media-Bericht schliesst mit einer klaren präventiven Botschaft. Kontaktlinsen bieten wichtige optische, funktionelle und auch therapeutische Vorteile – jedoch nur bei konsequenter Einhaltung grundlegender Hygieneregeln. Genannt werden unter anderem die ausschliessliche Verwendung empfohlener Pflegelösungen, der vollständige Austausch der Aufbewahrungsflüssigkeit nach jedem Gebrauch, der regelmässige Ersatz von Linsenbehältern sowie die Vermeidung von Kontakt mit Leitungswasser.
ELZA-Institut und öffentliches Engagement
Die landesweite Berichterstattung in mehreren TA-Media-Titeln verdeutlicht die Bedeutung einer verständlichen Vermittlung komplexer ophthalmologischer Erkrankungen und neuer Therapieansätze an die Öffentlichkeit. Am ELZA-Institut liegt der Fokus weiterhin auf evidenzbasierter Hornhautmedizin, fortgeschrittenen Cross-Linking-Technologien sowie der Behandlung komplexer infektiöser und ektatischer Hornhauterkrankungen.
Weitere Informationen über den klinischen und wissenschaftlichen Hintergrund von Prof. Farhad Hafezi finden Sie unter hier.