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Cross-Linking bei PMD

Die Pelluzidale Marginale Hornhautdegeneration (PMD) ist eine Krankheit, die wie der Keratokonus und die Ektasie nach LASIK zur Familie der Hornhaut-Ektasien gehört. Sie unterscheidet sich jedoch in 3 wesentlichen Dingen vom Keratokonus:

  • Die PMD beginnt später, in der Regel im Alter von 20 bis 30 Jahren
  • Sie bleibt meist mit zunehmendem Alter nicht stehen, sondern schreitet langsam voran
  • Die PMD liegt viel weiter in der Peripherie,. Dadurch bleibt zwar die Sehkraft länger gut, jedoch bemerken Patienten die Erkrankung dadurch leider später als beim Keratokonus.

Manchmal liegen auch Mischformen zwischen einem Keratokonus und einer PMD vor. Diese können auch im fortgeschrittenen Alter noch aktiv sein.

Unterschied zwischen Keratokonus und pelluzidaler marginaler Hornhautdegeneration

Wie behandeln?

Auch bei der PMD kann CXL mit Erfolg angewandt werden, jedoch ist es manchmal notwendig, das CXL nach 6 oder 12 Monaten zu wiederholen.

Das Cross-Linking ist ähnlich wie beim Keratokonus mit einem wichtigen Unterschied: die Hornhaut muss nach unten dezentriert bestrahlt werden. Damit werden die sogenannten Stammzellen der Hornhaut mitbestrahlt. Es war jahrelang unklar, ob man diese Stammzellen mit UV-Licht bestrahlen darf, ohne schwerwiegende Folgen für das Auge auszulösen. Unsere Forschungsgruppe hat in einer Reihe von aufwändigen Experimenten gezeigt, dass dies in der Tat möglich ist.

UV-Bestrahlung der peripheren Hornhaut

In fortgeschrittenen Fällen ist die Hornhaut so dünn, dass ein Standard-CXL nicht mehr angewandt werden kann. Hier kommt unsere Erfahrung bei der Behandlung extrem dünner Hornhäute zum Zug.

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