Die Behandlung von Erkrankungen der Hornhautoberfläche ist nach wie vor eine der häufigsten und zugleich klinisch anspruchsvollsten Herausforderungen in der Augenheilkunde. In seiner Ausgabe vom Juni 2025, CAKE Zeitschrift versammelten sich vier international tätige Hornhautspezialisten, um praktische, erfahrungsbasierte Strategien für die Behandlung von Erkrankungen, die in der klinischen Praxis täglich auftreten, zu teilen, darunter die Krankheit des trockenen Auges, allergische Keratokonjunktivitis, infektiöse Keratitis, Pterygium und Komplikationen im Zusammenhang mit Kontaktlinsen. 26 Artikel Hafezi.

Zu den Mitwirkenden gehörten Prof. Dr. Dr. Farhad Hafezi, MD, PhD, FARVO, dem medizinischen Direktor von ELZA, der in seinen Kommentaren immer wieder die Sicherheit der Oberfläche, die individuelle Entscheidungsfindung und die biologisch sinnvolle Eskalation der Therapie betonte.

Ein zentrales Thema des Artikels war die Heterogenität von Hornhautoberflächenerkrankungen. In den Beiträgen wurde betont, dass sich hinter den Symptomen bei der Erkrankung des trockenen Auges häufig verschiedene zugrunde liegende Mechanismen verbergen. Anstatt sich auf einheitliche Behandlungspfade zu verlassen, sprachen sich die Experten dafür aus, den vorherrschenden Treiber - evaporativ, entzündlich, neurotrophisch oder wässrig-defizitär - zu identifizieren und die Therapie entsprechend anzupassen. Prof. Hafezi hob die konservierungsmittelfreien künstlichen Tränen als grundlegenden Schritt hervor und unterstrich die Rolle der Konservierungsmittel als bekanntermassen verschlimmernder Faktor für Schäden an der Augenoberfläche.

Bei allergischer Keratokonjunktivitis hat sich Ausgewogenheit als Leitprinzip herausgestellt. Während topische Antihistaminika mit doppelter Wirkung und Mastzellstabilisatoren die erste Wahl bleiben, wiesen die Referenten darauf hin, dass bei chronischen oder schweren Erkrankungen eine vorsichtige Eskalation zu topischen Kortikosteroiden oder steroidsparenden Mitteln wie Cyclosporin oder Tacrolimus erforderlich sein kann. Prof. Hafezi betonte den umsichtigen Einsatz dieser Mittel, insbesondere in hartnäckigen Fällen, um die Entzündung zu kontrollieren und gleichzeitig das Langzeitrisiko zu minimieren.

Der Abschnitt über infektiöse Keratitis spiegelte die Dringlichkeit und Komplexität dieser Krankheitsbilder wider. Prof. Hafezi beschrieb hochwirksame PACK-CXL-Protokolle, die von seiner Gruppe als ergänzende Strategien bei ausgewählten bakteriellen Infektionen entwickelt wurden, und hob deren Potenzial hervor, die Abtötung von Mikroorganismen zu verbessern, wenn sie neben einer antimikrobiellen Standardtherapie eingesetzt werden.

Präventive Strategien wurden auch bei chirurgischen und kontaktlinsenbedingten Erkrankungen hervorgehoben. Bei der Behandlung von Pterygium wies Prof. Hafezi auf die Oberflächenregulierung und den UV-Schutz als Schlüsselfaktoren zur Verringerung von Rezidiven hin. Bei den Komplikationen im Zusammenhang mit Kontaktlinsen waren sich alle Referenten einig, dass die Aufklärung der Patienten - die Linsen als Medizinprodukt und nicht als Lifestyle-Accessoire zu betrachten - für die Prävention von zentraler Bedeutung ist.

Insgesamt unterstreicht der Artikel eine einheitliche Botschaft: Eine wirksame Behandlung von Erkrankungen der Hornhautoberfläche setzt eine individuelle Beurteilung, eine rechtzeitige Eskalation und ein nachhaltiges Engagement des Patienten voraus, statt einer starren Einhaltung von Protokollen, die für alle gleich sind.