Gestern veröffentlichten der Tages-AnzeigerDer Bund, und Basler Zeitung einen Artikel über Komplikationen bei Augenlaseroperationen, in dem der medizinische Direktor von ELZA, Prof. Dr. Farhad Hafezi, als Experte zu Wort kam. Vor vierzehn Jahren, im Alter von 22 Jahren, unterzog sich Maja einer Laseroperation, um eine Fehlsichtigkeit von -14 Dioptrien zu korrigieren, damit sie keine Kontaktlinsen mehr tragen musste. Leider war sie nach der Operation immer noch um -4,75 Dioptrien kurzsichtig, musste weiterhin Kontaktlinsen tragen und entwickelte einen Monat später Komplikationen an ihrem rechten Auge: eine Entzündung, die mehrere Jahre lang anhielt.

Die Journalistin Gabriele Hellwig befragte Prof. Hafezi nach seiner Expertenmeinung, um zu verstehen, warum es bei einer Laseroperation zu Augenkomplikationen wie bei Frau Hauser kommen kann. Prof. Hafezi erklärte, dass trotz der hohen Zufriedenheitsrate von 95 %, die in Studien angegeben wird, ein Teil der verbleibenden 5 % der Fälle zu erheblichen, lebenslangen Problemen führen kann. Seine Kritik richtete sich auch gegen die Tendenz der Industrie zu aggressivem Marketing, das darauf abzielt, einen größeren Marktanteil zu erobern, manchmal auf Kosten der Patientensicherheit. Ein Beispiel dafür ist der Leidensweg von Frau Hauser, die mit dem Versprechen eines Lebens ohne Brille und Kontaktlinsen gelockt wurde, nur um dann mit den Folgen der Operation konfrontiert zu werden. 

In dem Artikel unterstreicht Prof. Hafezi die Bedeutung einer gründlichen präoperativen Untersuchung, die oft vernachlässigt wird, was zu einer unangemessenen Auswahl der Patienten und der Operationspläne führt. Er betonte auch, dass viele Chirurgen ihre Patienten zum ersten Mal am Tag der Operation treffen und dabei Gefahr laufen, entscheidende Nuancen zu übersehen, die das Ergebnis der Operation beeinflussen könnten.

In dem Artikel werden auch die technischen Aspekte der Laserchirurgie, einschliesslich der Notwendigkeit einer modernen Ausrüstung und der Wahl zwischen verschiedenen Operationsmethoden (PRK, LASIK und SMILE) diskutiert. Prof. Hafezi argumentiert, dass das Fehlen einer umfassenden präoperativen Bewertung und der Rückgriff auf veraltete oder ungeeignete Techniken zu Komplikationen führen können, wie z. B. zu viel entferntes Gewebe, dezentrierte Laserabtragungen, die zu unregelmäßigen Hornhautverkrümmungen oder Narbenbildung führen. Ähnlich dem Sprichwort: "Für einen Hammer sieht jedes Problem wie ein Nagel aus", wird es Situationen geben, in denen einem Patienten ein minderwertiges laserchirurgisches Verfahren angeboten wird, nur weil der Chirurg nicht über die Ausrüstung verfügt, um die alternative Technik durchzuführen. Einige dieser Komplikationen erfordern innovative neue Ansätze wie Cross-Linking (CXL), Femto CAIRS und PACE zur Reparatur der Hornhaut.

Prof. Hafezi sprach über seine Arbeit am ELZA-Institut, zu der auch die Korrektur fehlgeschlagener Laseroperationen gehört, und er betonte die heikle Natur dieser Verfahren und die Bedeutung von Fachwissen und geeigneter Ausrüstung. Er wies darauf hin, dass eine Erblindung aufgrund solcher Komplikationen heutzutage zwar selten ist, schwere Sehbehinderungen aber immer noch eine Realität sind, die jedoch weitaus seltener sein sollte, als es derzeit der Fall ist. Der Artikel schließt mit Hausers erfolgreicher Korrekturoperation durch Prof. Hafezi, durch die ihre Sehkraft wiederhergestellt wurde - sie hat jetzt keinen Brechungsfehler mehr auf ihrem rechten Auge.